Heute befasst sich Christina Nichole Dickson mit dem Thema Foto-Essays. Christina ist Fotojournalistin für Revolutionäre Medien. Sie ist außerdem Dozentin am Institut für Fotostudien. Ihre Arbeiten sind bei Christina Nichole Photography zu finden.
In den letzten zwanzig Jahren sind Video und Film zu den vorherrschenden Formen des modernen Geschichtenerzählens geworden. Aber vor dem Video gab es Fotografie. Und in den letzten hundert Jahren gingen Fotografie und Geschichtenerzählen Hand in Hand.
Mehr denn je sollte die Kraft des Geschichtenerzählens genutzt werden. Das Erzählen einer Geschichte mit Fotos erfordert jedoch mehr als nur einen geschickten Fotografen. Eine beeindruckende Fotostory kann nur von erfahrenen Fotografen entwickelt werden, die die Emotionen und Konzepte hinter einer immer großartigen Geschichte verstehen.
Die Form einer solchen Geschichte wird als Fotoessay bezeichnet.
Was ist ein Fotoessay?
Ein Fotoessay ist ganz einfach eine Sammlung von Bildern, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind, um den Verlauf von Ereignissen, Emotionen und Konzepten zu beschreiben. Der Fotoessay wird von erstklassigen Fotojournalisten wie Lauren Greenfield und James Nachtwey sowie von Joachim Ladefoged verwendet, um nur einige zu nennen. Er verwendet dieselben Techniken zum Erzählen von Geschichten wie ein normaler Essay, der in visuelle Bilder übersetzt wird.
5 Tipps für Fotoaufsätze
Ein Fotoessay ist jedoch nicht nur für Fotojournalisten gedacht. Jeder Mensch ist von Geschichten angezogen. Egal, ob Sie ein Amateur oder ein Profi sind, der Fotoessay ist eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Bilder zum Leben zu erwecken und Ihre Familie, Freunde und Kollegen zu berühren.
1. Suchen Sie ein Thema: Fotoaufsätze sind am dynamischsten, wenn Sie sich als Fotograf für das Thema interessieren. Egal, ob Sie den ersten Monat eines Neugeborenen in der Familie, den Prozess einer Schuldrama-Produktion oder sogar eine Geburtstagsfeier dokumentieren möchten, machen Sie Ihr Thema zu etwas, an dem Sie interessiert sind.
2. Recherchieren Sieh: Wenn Sie den ersten Monat eines Neugeborenen dokumentieren, verbringen Sie Zeit mit der Familie. Entdecken Sie, wer die Eltern sind, aus welcher Kultur sie stammen, ob sie Ober- oder Unterschicht sind. Wenn Sie den Prozess der Theaterproduktion einer Schule behandeln, sprechen Sie mit den Lehrern, Schauspielern und Bühnenarbeitern. das allgemeine Interesse der Studentenschaft untersuchen; Finden Sie heraus, wie sie die Produktion finanzieren und die Kosten niedrig halten. Wenn Sie eine Geburtstagsfeier fotografieren, sehen Sie sich das Thema, die Dekorationen an, die das Geburtstagskind für seine Geschenke erhalten möchte. All diese Faktoren helfen Ihnen bei der Planung der Art der Aufnahmen, die Sie für Ihre Geschichte erstellt haben.
3. Finden Sie die "wahre Geschichte": Nach Ihrer Recherche können Sie den Blickwinkel bestimmen, aus dem Sie Ihre Geschichte aufnehmen möchten. Ist das Neugeborene der erste Sohn einer wohlhabenden Familie, auf der das Familienerbe fortbestehen wird? Oder hat das Baby eine seltene Herzerkrankung? Ist die Dramaproduktion ein Versuch, die Studentenschaft zusammenzubringen? Oder zeigt es einen Kinderstar? Ist die Geburtstagsfeier für einen Jugendlichen, der 13 Jahre alt wird, oder der letzte Geburtstag eines sterbenden Krebspatienten? Obwohl jede Story-Idee dieselbe ist, schaffen die Hauptfaktoren jeder Story eine unglaublich einzigartige Story.
4. Jede dynamische Geschichte basiert auf einer Reihe von Grundwerten und Emotionen, die das Herz des Publikums berühren. Zorn. Freude. Angst. Verletzt. Aufregung. Der beste Weg, Ihren Fotoessay mit dem Publikum zu verbinden, besteht darin, die Emotionen in der Geschichte herauszuarbeiten und sie für Ihre Aufnahmen zu verwenden. Dies bedeutet nicht, dass Sie die Emotionen Ihres Publikums manipulieren. Sie nutzen Emotionen lediglich als Verbindungspunkt.
5. Planen Sie Ihre Aufnahmen: Egal, ob Sie sich hinsetzen und jede Aufnahme der Geschichte ausführlich visualisieren oder einfach in Gedanken durch den Veranstaltungsort gehen möchten, Sie sollten sich überlegen, welche Art von Aufnahmen am besten geeignet sind, um Ihre Geschichte zu erzählen. Ich empfehle Anfängern, zunächst eine „Shot-Liste“ für die Geschichte zu erstellen. Jede Aufnahme funktioniert wie ein Satz in einer Geschichte mit einem Absatz. Normalerweise können Sie mit 10 Aufnahmen beginnen. Jede Aufnahme muss ein anderes Konzept oder eine andere Emotion hervorheben, die zusammen mit den anderen Bildern für den endgültigen Entwurf der Geschichte gewebt werden kann.
Denken Sie daran, dass das Erzählen von Geschichten Übung erfordert. Sie müssen kein unglaublicher Schriftsteller sein, um einen leistungsstarken Fotoessay zu verfassen. Alles was Sie brauchen ist ein bisschen Fototechnik, etwas Kreativität und viel Herz. Und sobald Sie anfangen, Bilder in Geschichten aufzunehmen, werden Ihre Bilder nie mehr dieselben sein.
In Teil II dieser Reihe über Fotoessays werde ich ein praktisches Beispiel dafür geben, wie ich diese Techniken in einem eigenen Fotoessay anwende.