Egal, ob Sie neu in der Fotografie sind oder schon eine Weile fotografieren, ich bin sicher, Sie haben Zeiten durchgemacht, in denen die Ideen nicht flossen und Inspiration nirgends zu finden war. Das passiert uns allen. Wie finden Sie Wege, um inspiriert zu bleiben und die kreativen Säfte wieder zum Fließen zu bringen? Versuchen Sie es mit abstrakter oder impressionistischer Fotografie. Bei der Suche nach Inspiration geht es nicht darum, aus dem Rahmen zu gehen, sondern darum, Grenzen zu überschreiten. Abstrakte Fotografie ist der beste Weg, um zu lernen, Dinge auf eine völlig neue und andere Art und Weise zu sehen.
Abstrakte und impressionistische Fotografie überlässt die Dinge der Fantasie und hilft Ihnen, sich auf Textur, Form und Farbe zu konzentrieren. Anstatt alles real aussehen zu lassen, lade ich Sie ein, kräftige Farben, Formen und Linien zu verwenden, um aufregende Bilder zu erstellen.
Beginnen wir also damit, den kreativen Prozess der abstrakten Fotografie zu erkunden. Hier sind fünf einfache Techniken, mit denen Sie neue Fähigkeiten erlernen und Ihre kreativen Säfte zum Fließen bringen können.
1. Suchen Sie nach Formen, Mustern und Texturen
Beachten Sie bei Ihren täglichen Aktivitäten die Formen um Sie herum. Ihr Haus ist voller interessanter Formen, Muster und Texturen, mit denen abstrakte Fotos erstellt werden können. Schauen Sie sich verschiedene Objekte in Ihrer Umgebung genau an und prüfen Sie, ob das Objekt wiederkehrende Formen oder Themen enthält. Verwenden Sie sie dann zu Ihrem Vorteil. Linien können in einem Foto sehr effektiv verwendet werden, da das Auge dazu neigt, einer Linie durch eine Aufnahme zu folgen. Schauen Sie sich das wellige Muster an, das die Welle macht (siehe unten), wenn sie an Land bricht. Suchen Sie in der Stadt nach Mustern, die von den Gebäuden gebildet werden. Entdecken Sie verschiedene Texturen in Blumenarrangements im Park (siehe Foto oben).
2. Suchen Sie nach Reflexionen
Reflexionen sind eine der besten Möglichkeiten, abstrakte und impressionistische Fotografie zu erstellen. Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie feststellen, dass sie überall sind. Achten Sie beim Herumlaufen auf glatte Oberflächen. Überlegen Sie, wie Sie mithilfe von Reflexionen einen Blickwinkel erfassen können, den Sie sonst einfach nicht hätten aufnehmen können. Achten Sie auf farbenfrohe Reflexionen in regennassen Straßen. Sie erzeugen schimmernde Bilder mit impressionistischer Qualität. Auch stillstehende Seen und Flüsse können wundervolle reflektierende Oberflächen erzeugen. Wenn eine Oberfläche strukturiert oder geformt ist, können ungewöhnliche und interessante Reflexionen auftreten.
3. Defokussieren
Wenn Sie das Objektiv unscharf ziehen, können Sie einer Szene schnell ein impressionistisches Aussehen verleihen. Verwenden Sie den Blendenprioritätsmodus, mit dem Sie Ihr Objektiv auf die breiteste Blende einstellen können (kleine Zahlen wie 1: 2,4 oder 1: 4). Dies ist wichtig, da Sie eine sehr geringe Schärfentiefe wünschen. Schalten Sie Ihr Objektiv auf manuellen Fokus und betrachten Sie die Dinge durch die Kamera. Drehen Sie den Fokusring, bis alles verschwommen ist. Versuchen Sie, den Fokus auf dieselbe Szene zu variieren, um herauszufinden, wie viel Unschärfe am besten zu Ihrem Motiv passt.
4. Schwenken Sie Ihre Kamera
Das Schwenken ist eine unterhaltsame Technik, und obwohl es einige Übung erfordert, ist der Einstieg relativ einfach. Sie können laufende Personen, Fahrräder, Autos oder fast alles, was sich bewegt, schwenken. Sobald Sie Ihr Motiv haben, stellen Sie die Kamera auf Verschlusspriorität mit einer Verschlusszeit zwischen 1/10 und 1/60 Sekunde ein. Wenn sich Ihr Motiv nähert, konzentrieren Sie sich darauf und beginnen Sie mit der Verfolgung mit Ihrer Kamera, bis Sie sicher sind, dass Sie sich synchron mit dem Motiv bewegen.
Der Trick für ein erfolgreiches Kamera-Schwenkbild besteht darin, ein geeignetes Motiv zu finden. Starke, lebendige Farben sind ideal, und Linien durch den Rahmen halten die Farben deutlich und getrennt. Neben dem Schwenken von sich bewegenden Motiven können Sie mit dieser Technik wunderschöne Seestücke und Landschaften erstellen. Durch die Motivverzerrung werden horizontale Linien beim horizontalen Schwenken und vertikale Linien beim vertikalen Schwenken hervorgehoben.
5. Zoomen
Ein Zoom-Burst oder eine Zoom-Unschärfe ist eine weitere Technik, die einfach, unterhaltsam und leicht zu erreichen ist. Sie müssen die Brennweite Ihres Objektivs ändern (vergrößern oder verkleinern), während Sie ein Foto aufnehmen, wodurch die Aufnahme von der Mitte nach außen unscharf wird, als würde die Szene in Ihre Richtung platzen.
Um diese Technik anwenden zu können, benötigen Sie eine DSLR (oder spiegellose Kamera) mit einem Zoomobjektiv. Stellen Sie Ihre Kamera auf Verschlusspriorität ein. Eine Verschlusszeit von 1/10 Sekunde ist ein guter Ausgangspunkt. Stellen Sie Ihr Foto wie gewohnt zusammen und zoomen Sie das Objektiv, während Sie den Auslöser drücken. Der Schlüssel zum Erfolg mit dieser Technik besteht darin, die richtige Menge an Zoom-Bursts zu erzielen. Experimentieren Sie mit Zoomgeschwindigkeit und -richtung.
Verbringen Sie einige Zeit mit jeder Technik, um ihr volles Potenzial zu entdecken. Fotografiere viel und oft. Beurteilen Sie nicht, was Sie tun. Analysieren Sie Ihre Bilder und versuchen Sie, sie zu verbessern. Vor allem aber viel Spaß!
Tipps zum Erinnern:
- Sei offen; Bei der abstrakten Fotografie geht es darum, das Potenzial von Dingen zu erkennen, die andere Menschen vermissen.
- Verbringen Sie Zeit damit, alltägliche Themen und Szenen zu erkunden. Es ist überraschend, wie viele interessante Abstracts Sie finden.
- Betrachten Sie vertraute Dinge aus unbekannten Blickwinkeln, und Sie werden sie in einem ganz anderen Licht sehen.
- Vergessen Sie, was etwas wirklich ist und konzentrieren Sie sich auf seine Form und Farbe.