Ein Blick auf Urban Portraiture

Anonim

In diesem Beitrag Porträtfotograf Christina Dickson befasst sich mit dem Thema Stadtporträt .

In der Welt der Fotografie wird allgemein zum Ausdruck gebracht, dass die Kamera verwendet werden kann, um die Kluft zwischen Menschen zu überbrücken. Nach meiner eigenen Erfahrung habe ich diese Wahrheit erst in diesem Monat vollständig erkannt.

Diesen März habe ich die Erfahrung gemacht, Straßenporträtist zu werden. Über einen Zeitraum von fünf Wochen ging ich jeden Tag 3-5 Stunden auf die Straßen von Portland und porträtierte die obdachlose Straßengemeinschaft. Ich wollte meine Porträtfotografie nicht in einem journalistischen Umfeld üben: Meine Mission war persönlich.

Ich ging hinaus, um eine Frage zu beantworten, der sich jeder Porträtist stellen muss:

Ist es wirklich möglich, die Schönheit der Menschheit einzufangen, selbst wenn es sich bei dem Subjekt um eine hartgesottene, drogenabhängige Prostituierte handelt? Kann ich ein Porträt aufnehmen und mein Publikum dazu bringen, über die Anzeichen von Methanabhängigkeit, die Piercings mit mehreren Gesichtern und die glasigen Augen der Trunkenheit hinauszusehen?

Wenn ich bei diesen Personen echte Schönheit entdecken würde, könnte ich beweisen, dass niemand „nicht fotogen“ oder auf der anderen Seite des Spektrums „schön“ ist.

Als ich in dieses Projekt ging, wurde ich gewarnt, dass die Kamera die Leute abschrecken würde. Also ging ich für ein paar Tage mit der Kamera auf der Schulter auf den Pioneer Square und setzte mich einfach hin, um mit den Leuten zu sprechen. Ich fand heraus, wer sie wirklich waren. Ich sah sie auf Drogen schießen. Ich führte Gespräche mit ihnen, als sie sich von Kater und Höhen erholten. Sehr allmählich wurde meine Kamera ein Teil meiner Identität. Aufgrund meiner Beziehungen zu ihnen wurde den Straßenleuten die Ehre zuteil, dass ich einen solchen Teil von mir mit ihnen teilen würde.

Um diese Porträts erfolgreich aufzunehmen, musste ich jede Technik herausholen, die ich in der Schule gelernt hatte. Die Umgebung war immer anders, ob innerhalb eines Gebäudes oder draußen auf der Straße. Ich habe morgens, mittags und in der Abenddämmerung Porträts gemacht. Das Wetter war immer unvorhersehbar: Ich schoss im Regen, im Schnee, im Hagel und in der Sonne.

Hier sind einige der Dinge, die in diesem städtischen Umfeld für mich funktioniert haben:

Im Regen:

Ein Regenschirm oder Markisen blockierten die Wassertropfen. Mein Reflektor spiegelte das diffuse Licht des Himmels zurück in die Gesichter meines Motivs. Der Weißabgleich meiner Kamera war immer auf trübe eingestellt, um die Hauttöne zu erwärmen.

Wenn in der Sonne:

Ich fand Schatten oder benutzte meinen Reflektor als Gobo, um das Licht zu blockieren. Wenn das Licht für eine gleichmäßige Belichtung zu hell war, habe ich absichtlich für einen hohen Kontrast geschossen, um ein emotionales Schwarz-Weiß-Porträt zu erzielen.

Wenn draußen:

In wenigen Augenblicken musste ich die Art der Person analysieren, von der ich Porträts machte. Waren sie ruhig und nachdenklich oder ausgelassen und kontaktfreudig? Dann würde ich versuchen, mein Motiv an eine passende Umgebung in der unmittelbaren Umgebung anzupassen. Eine ruhige Person eignet sich möglicherweise besser für ein Porträt, das allein an einer Straßenecke aufgenommen wurde. Jemand, der aufgeschlossen ist, könnte mit einer kleinen Schärfentiefe mitten in einer Menschenmenge stehen. Aufgrund der Natur der Umgebung musste ich immer auf Ablenkungen achten. Fahrzeuge, die MAX-Linie, andere Fußgänger und sogar wild lebende Tiere könnten ein ansonsten herausragendes Porträt erstellen oder zerstören.

Wenn drinnen:

Schwaches Licht war immer ein Problem. Langsame Verschlusszeiten und Standbilder waren ein Muss, um mehr Licht hinzuzufügen, aber für eine scharfe Fokussierung war besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Eine Technik, die dazu beitrug, Verschlusszeiten und scharfe Bilder zu verlängern, waren Serienaufnahmen - 3 Aufnahmen hintereinander. Im Allgemeinen war meine zweite Aufnahme scharf. Benutzerdefinierte Weißabgleiche waren ebenfalls ein notwendiges Übel.

Durch dieses Projekt habe ich gesehen, dass der Erwerb technischer Fähigkeiten entscheidend für den künstlerischen Erfolg ist, aber das ist nicht das Ende. Beherrsche deine Kamera, deine Techniken, deinen Stil und auf einer tiefen Ebene kannst du Menschen zeigen, dass sie wertvoll und schön sind - auch wenn sie es selbst nicht glauben.

Ich habe jetzt 50 schöne neue Porträts der Straßenkultur von Portland. Ich habe tiefere fotografische Fähigkeiten erworben. Ich habe auch hundert neue Freunde. Ab diesem Zeitpunkt kann ich diese erstaunliche Erfahrung an Sie weitergeben:

Sie können Schönheit in jedem hervorheben, der vor Ihre Kamera tritt.

Jemand.