Ein herrlicher Sonnenuntergang wird immer eine Menge Fotografen anziehen. Doch sobald die Sonne hinter dem Horizont untergeht, scheinen alle in Eile abzureisen. Was sie nicht erkennen, ist, wie außergewöhnlich die Szene in der Dämmerung und bis in den frühen Abend hinein werden kann. Die Stunden nach Sonnenuntergang sind eigentlich ideal für Landschaftsfotos. Natürlich ist das Arbeiten bei schlechten Lichtverhältnissen nicht ohne Herausforderungen.
Mit diesen sechs Tipps ist es jedoch möglich, die magische Stunde zu verlängern und bis spät in die Nacht atemberaubende Bilder zu erstellen.
1) Nachdenklich komponieren
Es ist leicht, sich von den kräftigen Farben der Dämmerung faszinieren zu lassen. Der Fotograf, der daran arbeitet, mehr visuelles Interesse zu wecken, schafft letztendlich ein besseres Bild. Etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang beginne ich mit der Suche nach einem Vordergrundelement, das meine Komposition verankert. Dies kann ein Blumenfeld, ein Felsbrocken, ein Baum oder sogar ein künstliches Objekt sein. Die Idee ist, visuelles Interesse durch den gesamten Rahmen zu erzeugen. Probieren Sie beim Erkunden verschiedener Optionen verschiedene Perspektiven aus, einschließlich des Blicks vom Boden aus. Wenn Sie diesen Ort im Voraus festgelegt haben, können Sie den Höhepunkt der Brillanz erfassen.
2) Wechseln Sie zur Live-Ansicht
Wenn der Autofokus Probleme hat, wird Live View zu einer äußerst hilfreichen Fokussierungshilfe. Durch Umschalten auf manuellen Fokus und Vergrößern der Szene auf dem LCD können Sie sorgfältig auf alles fokussieren, was in Ihrer Szene wichtig ist. Bei 5-facher und 10-facher Vergrößerung müssen Sie sich nicht nur auf Ihr Sehvermögen verlassen, sodass der Fokus leicht zu erreichen ist. Denken Sie daran, dass die vergrößerte Ansicht auf Ihrem LCD nicht für die tatsächliche Brennweite oder die Ansicht der Kamera repräsentativ ist. Beim Drücken des Auslösers wird die gesamte Szene detailgetreu aufgenommen. Mit dieser Präzision finde ich diese Funktion ideal für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen.
3) Kein Stativ? Kein Problem
Es ist wahr, ein Stativ ist der beste Freund eines Landschaftsfotografen, besonders bei Dunkelheit. Es gibt jedoch definitiv Fälle, in denen das Tragen eines solchen einfach nicht möglich ist. Mit ein wenig Einfallsreichtum können Sie immer noch scharfe Fotos erstellen. Der Schlüssel ist, Ihre Kamera auf den Zwei-Sekunden-Timer einzustellen. Stellen Sie Ihre Aufnahme mit der Kamera auf einem Stein oder einer Tasche zusammen und drücken Sie den Auslöser. Der Timer zählt zwei Sekunden lang herunter. Dies ist genug Zeit, um Verwacklungen vor dem Schießen zu vermeiden. Mit dieser Technik können Sie auch ohne Stativ sehr lange Verschlusszeiten verwenden.
4) Sicherheit geht vor
Bei extrem schlechten Lichtverhältnissen sind kleine Kameratasten und Zifferblätter schwer zu erkennen. Eine kleine Taschenlampe oder sogar Ihr Smartphone kann die richtige Beleuchtungsstärke liefern. Dies ist auch praktisch für die Navigation auf dunklen Pfaden und Felsen. Damit es nicht verloren geht, bevorzuge ich den Schlüsselringtyp, der an einer Kameratasche befestigt werden kann. Dies scheint zwar ein vernünftiger Punkt zu sein, aber unterschätzen Sie nicht seine Nützlichkeit. Nach Einbruch der Dunkelheit zurück zu Ihrem Auto zu wandern, kann ohne künstliches Licht gefährlich sein.
5) Den Weißabgleich abkühlen lassen
Tagsüber genieße ich oft die wärmeren Weißabgleich-Voreinstellungen wie Wolkig oder Schatten. Ähnlich wie ein Maler, der seinem Pinsel mehr Gelb hinzufügt, verleihen diese Einstellungen einer Landschaft eine goldene Lichtqualität. In der Abenddämmerung kann dies jedoch künstlich und überbearbeitet aussehen. Um die kühlere Farbtemperatur bei schlechten Lichtverhältnissen besser anzupassen, ist der automatische Weißabgleich tatsächlich ziemlich genau. Während ich in RAW arbeite, fotografiere ich gerne in einem Weißabgleich, der die Szene am besten repräsentiert. Dies bietet ein umfassenderes Verständnis des Aussehens des Bildes und ermöglicht es mir, entsprechende Anpassungen vorzunehmen.
6) Bleib nur ein bisschen länger
Nachtaufnahmen bieten einige spektakuläre Möglichkeiten, insbesondere wenn der Mond voll ist. Sie können dies vorab mit Apps wie der Ephemeride des Fotografen überprüfen. Bei diesen schlechten Lichtverhältnissen müssen Sie einige spezielle Schritte ausführen, um die Aufnahme zu erhalten. Erstens ist ein solides Stativ unerlässlich, um Verwacklungen zu vermeiden. In den Bergen kann der Wind stark sein. Entscheiden Sie sich daher für ein stabiles Beinpaar. Selbst bei Mondschein war es notwendig, eine 15-Zoll-Belichtung (15 Sekunden) zu verwenden. Kameraeinstellungen: ISO 400, F / 4, 15 Sekunden bei 17 mm. Der gleiche Ort am Mittag war eine völlig andere Szene mit Bussen im Leerlauf, Touristenschwärmen und starkem Kontrastlicht.
Wie können Sie diese Tipps in Ihrer Fotografie verwenden? Haben Sie noch andere hinzuzufügen? Bitte tun Sie dies in den Kommentaren unten.