Dies ist Teil 2 einer dreiteiligen Serie über kreative Farbeffekte mit Lightroom 4. In Teil 1 der Serie habe ich die Verschiebung des Weißabgleichs für kreative Effekte entweder wärmer oder kühler erörtert. In diesem Artikel werde ich Split Toning erläutern und Ihnen einige Ideen für die Verwendung von kreativem Weißabgleich und Split Toning zusammen geben, um die Farbkontrolle noch weiter zu verbessern.
Für dieses Bild habe ich Split-Toning verwendet, um das Herbstlaub zu ergänzen, indem ich den Schattenbereichen Rot hinzufügte:

Beispiel für Split Toning zum Hinzufügen eines rötlichen Farbtons
Während der Weißabgleich das gesamte Bild beeinflusst, können Sie mit geteilter Tonung die Schatten und Lichter unterschiedlich behandeln. Sie können den Schatten eine Farbe und den Lichtern eine andere Farbe hinzufügen und auch das Gleichgewicht zwischen beiden steuern.
Bei der Verarbeitung dieser Straßenszene in Tokio habe ich Split-Toning verwendet, um den Schatten Blau und den Lichtern Gelb hinzuzufügen:

Beispiel für gelb / blau geteiltes Tonen
Split Toning kann für kreativen Effekt auch mit Weißabgleich kombiniert werden. Auf dem Foto unten habe ich einen kühlen Weißabgleich von 3500 Kelvin verwendet und dann Split-Toning verwendet, um die Hauttöne zu erwärmen, indem ich den Glanzlichtern Gelb hinzufügte. Das Ergebnis ist ein kühles Bild ohne unnatürlich bläuliche Hauttöne. Auf diese Weise können Weißabgleich und geteiltes Tonen zusammen verwendet werden, um einen Effekt zu erzielen, der mit beiden Werkzeugen allein nicht möglich wäre.

Verwenden von Split Toning zum Erwärmen von Hauttönen
Kreative Farbverarbeitung ist sehr thematisch und hängt letztendlich von den persönlichen Vorlieben ab. Auch wenn Ihnen die Bearbeitungsentscheidungen, die ich in diesen Beispielfotos getroffen habe, nicht wirklich gefallen, hoffe ich, dass ich Sie dazu inspiriert habe, einige neue Techniken für die kreative Verarbeitung Ihrer Fotos auszuprobieren. Ich freue mich über Feedback. Bitte kommentieren Sie unten oder kontaktieren Sie mich über Facebook oder Google+.
Damit ist Teil 2 meiner Creative Color Processing-Reihe abgeschlossen. In Teil 3 werde ich Ihnen zeigen, wie Sie mit dem Tonkurven-Werkzeug die roten, grünen und blauen Farbkanäle separat steuern können.