3 Tipps zum Erstellen herausragender Porträts, inspiriert von der Arbeit des niederländischen Künstlers Van Gogh

Anonim

Vor ein paar Monaten habe ich das Metropolitan Museum of Art in NYC besucht. Als ich dort ankam, rannte ich sofort los, um die Arbeit des Künstlers zu sehen, der mich am meisten beeinflusste: Vincent Van Gogh; der Künstler, der die Art und Weise verändert hat, wie wir Farbe als Werkzeug zum Erzählen von Geschichten betrachten; Ein Künstler, der nichts in der Tasche hatte, aber eine unendliche Leidenschaft für Kreativität und Innovation hatte.

In diesem Beitrag habe ich beschlossen, einige Arbeitsmethoden und Tipps zu teilen, die ich aus den Porträts dieses großartigen Künstlers gelernt habe. Methoden, die ich VERSUCHE, versuche einfach, mich auch in meiner Arbeit zu bewerben.

3 Dinge, die ich aus Vincent Van Goghs Arbeit über Porträtfotografie gelernt habe

Tipp 1: Verwenden Sie Licht als Werkzeug, um Geschichten in Ihren Porträts zu erzählen:

Sie können "Licht" auf eine der beiden folgenden Arten behandeln:

  • Etwas, das nur Ihre Motive beleuchtet. Eine vorhandene Tatsache, die Sie nicht kontrollieren können
  • Ein kreatives Werkzeug. Beachten Sie das Objektiv oder die Kamera, die Sie verwenden

Inspirationsquelle

Beachten Sie, wie das Licht die Geschichte in dieser Zeichnung eines Bauern aus Nuenen beeinflusst.

Die Wahl, das Porträt des Bauern nachts (oder in einem dunklen Raum) unter dem blassen Licht einer einzelnen Glühbirne zu erstellen, die viele Schatten auf seinem Gesicht bildet, verstärkt das dunkle Gefühl, das von diesem Bild ausgeht - das Gefühl eines hart arbeitenden Mannes. Sie können sich vorstellen, dass das Erstellen des Porträts desselben Mannes bei Tageslicht in einem offenen Raum eine völlig andere Geschichte ergeben würde.

Meine Interpretation:


In diesem Bild von Apollo-mo, einem 61-jährigen Bauern und Dorfschamanen aus der Akha-Gemeinde in Laos, habe ich versucht, das gleiche „hart arbeitende“ Gefühl wie beim „Bauern aus Nuenen“ zu erzeugen. Ich entschied mich dafür, Apollo in Innenräumen einzufangen (wobei er auch im Rahmen sehr komprimiert blieb), mit diesem dunklen Hintergrund und dramatischem Licht aus einer Hand, das von seiner rechten Seite kommt und sehr tiefe Schatten auf seinem Gesicht erzeugt. Natürlich könnte ich Apollo zu jeder anderen Zeit fotografieren: Mit seiner Familie und seinen Enkelkindern lachen, unter dem sanften Licht des Sonnenuntergangs arbeiten und so weiter. Ich habe mich jedoch entschieden, ihn so zu zeigen, wie ich ihn wahrgenommen habe - als hart arbeitenden Mann mit einer schwierigen Lebensgeschichte. Genau das wollte ich, dass der Betrachter es fühlt.

Tipp 2: Nutzen Sie die Kraft komplementärer Farben

Van Goghs Verwendung von Farbe war bahnbrechend und viele Bücher und Thesen haben das Thema bereits eingehend untersucht. Was ich hier vorstellen möchte, ist ein kleiner Teil seines Ansatzes zur Farbe: Die Kraft von Komplementärfarben verstehen.

Sie können sich die Komplementärfarben (und dies wird eine sehr flache Art, sie auszudrücken) als zwei Farben vorstellen, die nebeneinander sitzen und auf diese Weise einen großen Einfluss auf den Betrachter haben.

Van Gogh verwendete in seinen Arbeiten häufig Komplementärfarben. Grün und Rot, Orange und Blau, Lila und Gelb - er hat alles getan.

Bei meiner Arbeit versuche ich, dieses Prinzip der Komplementärfarben zu berücksichtigen.

Inspirationsquelle:

Meine Interpretation:
Rot und Grün oder Orange und Blau arbeiten zusammen, um ein stärkeres Porträt zu erstellen.

Tipp 3: Die Leistung des Blicks „Aus der Kamera“

In den meisten Porträts, entweder Fotografien oder Gemälden, schaut die Person direkt auf den Betrachter. Van Goghs Arbeit lehrte mich, dass es manchmal, wenn eine Person „aus der Kamera“ schaut, meinem Bild ein natürliches Gefühl geben kann, manchmal melancholisch, aber immer kraftvoll.

Inspirationsquelle:

Der Künstler hat dieses Gemälde in den letzten Monaten seines Lebens gemalt. Und obwohl die Situation scheinbar schön erscheint (Frau steht auf einem Feld), ist die Traurigkeit und Not sicherlich vorhanden, hauptsächlich aufgrund des Blicks außerhalb der Kamera.

Meine Interpretation:
Wenn ich also ein Gefühl der Not oder Traurigkeit vermitteln möchte, werde ich versuchen, mein Motiv in einem unbewachten Moment festzuhalten und von der Kamera wegzuschauen.

Dieser Off-Course kann nur durchgeführt werden, wenn Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Fach haben, so dass Sie in unmittelbarer Nähe arbeiten und trotzdem „transparent“ sein können.

Ich werde dem Thema nicht sagen, was zu tun ist („Jetzt schau aus der Kamera und benimm dich sexy“). Ich werde nur auf den richtigen Zeitpunkt warten, um auf den Auslöser zu klicken.

Schlussfolgerungen

Licht als kreatives Werkzeug nutzen: Versuchen Sie, die Geschichte, die Sie erzählen möchten, dem verwendeten Licht zuzuordnen. Eine Möglichkeit besteht darin, das Licht zu steuern: Blitz, Reflektoren usw. Die einfachere Option besteht darin, nur den richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme zu wählen. Dramatische Geschichte? Wählen Sie eine Zeit, in der eine raue oder dramatische Lichtsituation herrscht. Eine Geschichte über die glücklichen Momente im Leben? Lassen Sie Ihr Licht dieses Gefühl vermitteln, indem Sie in einem weichen, farbigen Licht arbeiten, wie in der goldenen Zeit (vor Sonnenuntergang oder direkt nach Sonnenaufgang).

Achten Sie auf Komplementärfarben: um kraftvolle Porträts zu erstellen.

Stellen Sie sich die Blickrichtung des Motivs als kreatives Werkzeug vor: Manchmal kann ein Blick außerhalb der Kamera Ihrer Geschichte eine herausragende emotionale Wirkung verleihen.

Die Geschichte von Vincent van Gogh ist sauer - süß. Einerseits ein Künstler, dessen Gemälde allen bekannt sind und heute für Millionen von Dollar verkauft werden. Auf der anderen Seite ein Künstler, der über seine Lebenszeit einen großen finanziellen und emotionalen Kampf hatte.