Zirkularpolarisatoren versus abgestufte Neutralfilter für die Landschaftsfotografie

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Anonim

Egal, ob Sie ein professioneller oder ein Hobbyfotograf sind, wahrscheinlich stoßen Sie auf eine wunderschöne, landschaftlich reizvolle Landschaft, die Sie unbedingt fotografieren mussten. Wenn Sie kein erfahrener Landschaftsfotograf sind, besteht eine gute Chance, dass die Farbe auf diesem Foto nicht so gesättigt oder ausgewogen war, wie Sie es erwartet hatten. Dies liegt daran, dass der Dynamikbereich zwischen Vordergrund und Hintergrund von Landschaften sowie zwischen der oberen (Himmel) und der unteren (Erde) Hälfte des Rahmens im Allgemeinen sehr unterschiedlich ist. Dank einiger Objektivfilter kann diese Hürde leicht überwunden werden, ohne dass stundenlange Nachbearbeitung in Photoshop erforderlich ist.

Was sind Linsenfilter?

Objektivfilter sind leichte Glasstücke, die an der Vorderseite der meisten Kameraobjektive angeschraubt werden (oder mithilfe eines Haltersystems eingesetzt werden), um zusätzlichen Schutz für Ihr Objektiv zu bieten und gleichzeitig die Bildqualität zu verbessern. Es gibt eine Vielzahl von Filtergrößen, die mit der Größe des Gewindes Ihres Kameraobjektivs übereinstimmen müssen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie die richtige Größe für das Objektiv erhalten, für das Sie es verwenden möchten (Tipp auf der Rückseite) Ihres Objektivdeckels).

Neben unterschiedlichen Größen können Linsenfilter auch verschiedenen Zwecken dienen. Die meisten grundlegenden Linsenfilter sind UV-reduzierende Filter (auch als Trübungsfilter bezeichnet), die mit einer Antireflexbeschichtung versehen sind, um die Auswirkungen der atmosphärischen Trübung zu vermeiden und so die Gesamtbildqualität zu verbessern. Neben UV- / Dunstfiltern gibt es zwei weitere, die sich besonders für die Landschafts- und Außenfotografie eignen - Polarisatoren und Filter mit abgestufter neutraler Dichte.

Von links nach rechts: Ein klarer UV-Filter, ein Polarisationsfilter und ein Filter mit abgestufter neutraler Dichte.

Was ist ein Polarisationsfilter?

Der nächste Filter, den wir diskutieren werden, ist der polarisierende (normalerweise kreisförmige) Filter, der an der Vorderseite eines Objektivs angebracht wird und herumgedreht werden kann, um im gesamten Bild unterschiedliche Sättigungsgrade zu erzeugen. Diese Qualität des Polarisationsfilters ist wichtig, da es leicht ist, ungleichmäßige Sättigungsschattierungen zu erzeugen, wenn der Polarisator sogar geringfügig abweicht, wie im folgenden Beispiel.

Landschaftsfoto mit ungleichmäßiger Polarisation. Beachten Sie, dass der Himmel sehr ungleichmäßig gefärbt ist.

Sony A6300 Kamera mit Bare-Kit-Objektiv - kein Filter angewendet. UV- und Polarisationsfilter auf dem Tisch.

Polarisationsfilter bewirken zwei Dinge: Erstens reduzieren sie Blendung oder Reflexionen, die von nichtmetallischen reflektierenden Oberflächen wie Glas oder Wasser ausgehen. Zweitens sättigen sie Farben und verbessern die Bildschärfe, indem sie die Gesamtbelichtung eines Bildes verringern. Die Vorteile der Polarisationsfilter lassen sich am besten erkennen, wenn Sie in einem 90-Grad-Winkel zur Sonne fotografieren.

Schauen Sie sich das Landschaftsfoto unten an, das ohne Filter aufgenommen wurde. Die Farben sind stummgeschaltet und nicht sehr aufregend. Sobald der Polarisationsfilter hinzugefügt wird, können Sie jedoch einen enormen Anstieg der gesamten Farbsättigung feststellen. Es ist ein ziemlich dramatischer Unterschied, ohne das Foto nachzubearbeiten.

Landschaftsfoto ohne Filter.

Landschaftsfoto mit einem zirkularen Polarisationsfilter. Beachten Sie, wie insgesamt die Farben intensiviert werden.

Was ist ein Neutralfilter?

Ein weiterer wirksamer Filter für die Landschaftsfotografie ist ein ND-Filter (Neutral Density), der die Gesamtbelichtung eines Bildes reduziert. ND-Filter haben eine gleichmäßig dunkle Farbe und sind je nach Dichte unterschiedlich stark.

Die beste Verwendung von ND-Filtern ist in Situationen, in denen Sie eine Langzeitbelichtung oder eine große Blende verwenden möchten, um ein Bild aufzunehmen, ohne eine Überbelichtung zu riskieren. Einige Beispielszenarien, in denen ein ND-Filter wirksam wäre, umfassen:

  • Erzeugung einer gleichmäßigen, verschwommenen Bewegung des Wassers in einem Wasserfall, See oder Meer.
  • Verwischen von sich bewegenden Motiven, um Bewegung oder Bewegung zu vermitteln (z. B. Schwenken).
  • Reduzierung der Beugung durch Verwendung einer großen Apertur.
  • Aufnahme mit geringer Schärfentiefe bei hellem Licht.

Was ist ein abgestufter Neutralfilter?

ND-Filter gibt es auch in abgestufter Form, auch als geteilter ND-Filter bekannt. Die obere Hälfte des Filters erscheint dunkel, während die untere Hälfte klar ist. Ähnlich wie beim Zirkularpolarisator kann auch der abgestufte ND-Filter gedreht werden, um unterschiedliche Sättigungsgrade zu erzielen. Daher ist es wichtig, bei der Verwendung vorsichtig zu sein, um eine ungleichmäßige Sättigung Ihres Bildes zu vermeiden.

Die besten Szenarien für einen abgestuften ND-Filter sind, wenn Sie das Licht reduzieren oder nur einen Teil Ihres Bildes abdunkeln möchten. Denken Sie an Landschaftsfotos, auf denen die Erde ausgeglichen ist, der Himmel jedoch ausgeblasen ist. Dies wäre ein idealer Zeitpunkt, um einen abgestuften ND-Filter zu verwenden, um den Himmel abzudunkeln.

Das obige Landschaftsfoto mit einem ND-Grad-Filter mit weicher Kante. Beachten Sie, dass der Himmel dunkler und gesättigter ist, während sich das Wasser nicht verändert hat.

Es gibt zwei Arten von ND-Grad-Filtern: harte und weiche Kanten. Sie möchten einen Filter für harte Kanten verwenden, wenn die hellen und dunklen Bereiche sehr klar voneinander getrennt sind, während ein Filter für weiche Kanten am besten verwendet wird, wenn die hellen und dunklen Bereiche nicht deutlich voneinander getrennt sind.

Landschaftsfoto ohne Filter.

Landschaftsfoto mit einem zirkularen Polarisator.

Landschaftsfoto mit einem abgestuften ND-Filter.

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